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Bürgerfest am 5. Mai zum Tag der Städtebauförderung

  • Aus dem Rathaus

Zu den rund 500 Gemeinden in Deutschland, die unlängst den „Tag der Städtebauförderung“ begingen, zählte auch die 2000-Einwohner-Gemeinde Pettstadt. Getreu der Losung, die Bundesinnenminister Horst Seehofer ausgegeben hat - "Erfolgreiche Stadtentwicklung gelingt dann, wenn Menschen gemeinsam vor Ort ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten können" – steht Pettstadt am Beginn, den Bürgersinn zu stärken.

Die Bevölkerungsprognose sagt Pettstadt in den nächsten Jahrzehnten einen hohen Altersdurchschnitt voraus. Das kann negative Auswirkungen auf die Infrastruktur haben, zum Beispiel auf Kindergarten und Schule. Um dem entgegenzuwirken, wird an Projekten getüftelt, das Leben in der Gemeinde attraktiver zu gestalten. Dabei kann Pettstadt unter anderem auf ein gut entwickeltes Vereinsleben zurückgreifen und das zeigte sich auch an dem kleinen Bürgerfest, das anlässlich des Tags der Städtebauförderung in der Grünanlage vor dem Rathaus gefeiert wurde. Zum einen mangelte es nicht an Helfern aus Verwaltung und Bürgerschaft bei der Organisation und Durchführung. Zum anderen nutzte das Vororchester des Pettstadter Musik- und Gesangvereins die Gelegenheit, Proben seines Könnens zu geben und letztlich stimmten die Pettstadter Wirtshausmusikanten frohe Lieder zum Mitsingen und Schunkeln an: Erinnerungen an die gute alte Dorfkerwa.

Für Bürgermeister Jochen Hack hat nun die Gründung eines Helferkreises höchste Priorität. Dessen Aufgabe soll es sein, Hilfe zur Selbsthilfe zu organisieren, damit sich auch die Hilfsbedürftigen in der Gemeinde – Ältere, Behinderte, sozial Schwache - wohl fühlen können. Die Projektmanagerin Annika Eckert kündigte eine Bürgerbefragung mit Hilfe des nächsten gemeindlichen Mitteilungsblattes an. Sie hofft auf rege Beteiligung und große Bereitschaft zur Mitwirkung. Zur Einrichtung von Fahrdiensten in Ermangelung von örtlichen Einkaufsmöglichkeiten hätten sich schon Interessenten gemeldet, berichtete Eckert.

Ein Nahziel immerhin ist schon erreicht: Der ehemalige Nachbarschaftsladen der Familie Reinwald dient fortan als Bürgertreff. Derzeit präsentiert der Raum eine umfangreiche Dokumentation der Pettstadter Fähre über einen Zeitraum von 1910 bis 2017. Diese Ausstellung ist bis auf weiteres an Samstagen, Sonntagen und mittwochs von 9 bis 17 Uhr zugänglich. Ein Gästebuch liegt auf und nützliche Vorschläge können auf einer Gästewand unterbreitet werden. Die Möblierung und Regelung der Nutzung des Bürgertreffs zählt zu den nächsten Aufgaben.

Inzwischen haben zehn Erlanger Studenten der Geografie ihre Arbeit an einem Konzept zur Optimierung der Fähre als dem Pettstadter Alleinstellungsmerkmal aufgenommen. Am 18. Mai werden sie vor Ort die Möglichkeiten erkunden. Aus Würzburg hat unterdessen ein Student Interesse angemeldet, seine Masterarbeit über die historische Pettstadter Schmiede zu verfassen.

Quelle: Text und Bilder Werner Baier

 

Bilder:
Im Schatten des Rathauses feierten die Pettstadter bei Blasmusik und mit ihren Wirtshaussängern den Beginn der Stadtentwicklung.
Im ehemaligen Nachbarschaftsladen Reinwald wurde der Bürgertreff eröffnet. Zum Auftakt findet hier eine Dokumentation der Pettstadter Fähre das Interesse des Publikums.

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