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EINBLICKE - Bürgerladen Pettstadt

„Bürgerladen Pettstadt“ - Kann in unserem Ort ein Lebensmittelladen erfolgreich betrieben werden?

Aktuelles zum Bürgerladen

Um die örtliche Infrastruktur zu stärken und die Nahversorgung auszubauen, wurde durch die Gemeinde die Idee angestoßen einen Bürgerladen anzusiedeln. Nachdem sich bereits 2019 sowohl der Gemeinderat als auch die ISEK-Lenkungsgruppe zur Weiterverfolgung der Thematik ausgesprochen haben wurde der Experte Wolfgang Gröll beauftragt, den Bürgerladenprozess zu begleiten. Zusätzlich wurden Arbeitskreise gegründet, die sich mit den verschiedenen Aspekten einer Dorfladengründung befassen. Auch 2021 bleiben wir gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung und den Arbeitskreisen in Sachen Bürgerladen aktiv und haben uns Meilensteine gesetzt. So soll im Frühjahr eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Projekt und eine Gründungsveranstaltung stattfinden. Zudem soll die Finanzierung bzw. Förderung in Abhängigkeit von der Standortfrage konkretisiert werden.

Ansprechpartner: Annika Stintzing

Nachfolgend finden Sie weitere Beiträge zum Projekt.

Unser Bürgerladen - Jahresrückblick 2020

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Auch wir vom Arbeitskreis Bürgerladen möchten das Jahr Revue passieren lassen und Ihnen über das bisher Geschehene für die Verwirklichung unseres Bürgerladens berichten und Ihnen die erreichten Meilensteine aufzeigen.

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung und Gründung von Arbeitskreisen

Die ersten konkreten Schritte für einen Bürgerladen Pettstadt begannen bereits am 9. Oktober 2019 mit der Auftaktveranstaltung in der Pettstadter Schulturnhalle, wo eine große Zahl der Pettstadter*innen die Gründung eines Dorfladens befürworteten.

Kurz darauf erfolgte im Rahmen einer Versammlung, die Gründung des Arbeitskreises sowie der themenspezifische Arbeitskreise Recht, Standort und Marketing, die sich im Laufe des Jahres regelmäßig trafen und austauschten. Um nähere Erkenntnisse über die Wünsche der Bürger*innen (Einkaufsverhalten, Erreichbarkeit und soziale Komponente) an einen Bürgerladen zu erfahren, wurde im Dezember 2019 eine detaillierte Bürgerbefragung durchgeführt.

Erfahrungsaustauch und Netzwerken

Unter dem Motto „Von anderen lernen“ begaben sich im Laufe des Jahres einige Mitglieder des Arbeitskreises zu themenspezifischen Veranstaltungen, wie dem Dorfladenworkshop in Niederlauer, der erste Einblicke gab, wie ein Dorfladen in Hinsicht auf Sortimente, deren Beschaffung und allgemeiner Organisation aufgebaut sein könnte. Auch wurden andere bereits funktionierende Dorfläden in der näheren Umgebung besucht. Dabei wurden Gespräche mit den Betreibern geführt und es konnten wertvolle Informationen und Erkenntnisse gewonnen werden, die später auch für den eigenen Bürgerladen von Nutzen sind.

 

Rechtsform geklärt

Die Hauptaufgabe des Arbeitskreises Wirtschaft und Recht bestand darin, die geeignetste Rechtsform für unseren Bürgerladen zu finden. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den gängigsten Rechtsformen und regelmäßiger Rückkoppelung mit den anderen Arbeitskreisen hat man sich für die Bürgergemeinschaft (UG & Still) ausgesprochen. Daraufhin konnten bereits die Kerninhalte des Gesellschaftervertrags und der Gesellschaftersatzung abgestimmt werden.

Konkretisierung der Standortfrage

Das Herzstück des Projektes ist der Standort. Nach einer zunächst reinen Sammlung von denkbaren Standorten, wurde mittels Eigentümergesprächen deren Verfügbarkeit geklärt und durch Herrn Wolfgang Gröll die Standorte hinsichtlich deren Standortfaktoren bewertet.

So konnte aus den vorgeschlagenen Standorten diejenigen herausgefiltert werden, die auch in wirtschaftlicher Hinsicht geeignet und dadurch in eine engere Auswahl kamen.

Information der Bürger

Hauptaufgabe des Arbeitskrieses Marketing war es in diesem Jahr den Bürger*innen von den Aktivitäten rund um das Projekt zu berichten. Hierfür kam der Arbeitskreis einige Male zusammen, um Redaktionspläne auszuarbeiten und diese dann mittels Recherchen, Interviews etc. in die Tat umzusetzen. Das Ergebnis waren regelmäßige Berichte im Mitteilungsblatt. Die für Herbst 2020 geplante Informationsveranstaltung und anschließende Gründungsveranstaltung für alle Bürger*innen musste Corona-bedingt leider ausfallen. Diese soll jedoch im Frühjahr 2021 nachgeholt werden.

Zufriedenstellende Zwischenbilanz

Trotz der Herausforderungen und Hürden die das Jahr 2020 mit sich brachte, ist man mit dem Fortschritt des Bürgerladen-Projektes zufrieden, denn seit der ersten Informationsveranstaltung im Oktober 2019 konnten einige vielversprechende Schritte in Richtung Bürgerladen gemacht werden: interessierte Bürger*innen sind in verschiedenen Arbeitskreisen tätig geworden; es wurden Ideen und Visionen für einen solchen Laden erarbeitet und eine passende Rechtsform gefunden. Standorte wurden auf ihre Eignung überprüft und eine nähere Auswahl getroffen.

Wollen wir hoffen, dass 2021 in dieser Hinsicht uns weniger ausbremst und wir für dieses Projekt einen gewaltigen Schritt nach vorne machen können. Dies wird uns zuletzt aber auch nur dann gelingen, wenn weiterhin bei den Bürger*innen eine hohe Akzeptanz und Bereitschaft zum Engagement für den Bürgerladen vorhanden ist. Wir von den Arbeitskreisen wünschen Ihnen allen ein frohes Fest und alles Gute für das neue Jahr.

Unser Bürgerladen: die wichtige Frage der Rechtsform ist geklärt

Im letzten Mitteilungsblatt haben wir bereits angekündigt, dass wir die einzelnen Arbeitskreise des Bürgerladenprojekts in Hinsicht auf ihre bisherige Arbeit und Ergebnisse näher vorstellen. In dieser Ausgabe starten wir mit dem Arbeitskreis Recht, in dem Herr Harald Tews und Herr Alfons Hollet mitwirken. Unterstützung bekommen sie von Herrn Wolfgang Gröll, der bundesweit bereits eine Vielzahl von Dorfladengründungen mit begleitet hat.

Sicherlich ist die rechtliche Seite des Bürgerladens für manche eine recht sperrige Angelegenheit. Trotzdem ist die damit verbundene Arbeit eine der Wichtigsten überhaupt, weil ein solcher Laden ohne entsprechenden gesetzlichen Überbau nicht existieren kann. Dabei stehen drei Punkte im Vordergrund:

  • die Grundprinzipien bei der Gründung eines Bürgerladens,
  • die verfolgten Ziele und
  • die geeignete Rechtsform.

 

Wir waren mit dem Arbeitskreis „Wirtschaft & Recht“ im Gespräch, um den zentralen Punkten auf den Grund zu gehen…

Was sind die Grundprinzipien bei der Gründung eines Bürgerladens?

Bei jeder Dorfladengründung oder wie hier Bürgerladengründung greifen Grundprinzipien, die unabhängig von der jeweils gewählten Rechtsform sind. In erster Linie gilt der genossenschaftliche Gedanke, der sich aus dem demokratischen Gedanken der Gleichheit aller Mitglieder (jeder hat nur eine Stimme) und dem wirtschaftlichen und freiwilligen Mitwirken der Mitglieder zusammensetzt. Weitere Grundprinzipien sind Autonomie, die Sorge für die lokale Gemeinschaft, (Fort)Bildung und (Fort)Weiterentwicklung und die Kooperation mit anderen Genossenschaften.

Was sind die obersten Ziele des Dorfladens in Pettstadt und durch welche Rechtsformen wird die Umsetzung optimal unterstützt?

Wendet man die Grundprinzipien auf den Bürgerladen Pettstadt an, ergeben sich daraus folgende Ziele: Die Einbindung der Bürger*innen in das Dorfladenkonzept kommt vor Gewinnmaximierung. Das bedeutet, unser Projekt kann nur in einer Gemeinschaft realisiert werden, die sich auch nach der Gründungsphase aktiv daran beteiligt, zum Beispiel was Sortimentsauswahl und die Präsentation des Bürgerladens betrifft. Ein zweites Ziel ist der achtsame Umgang mit regionalen Ressourcen.

Die aus den Grundprinzipien und Zielen resultierende Rechtsform schafft dann einen soliden gesetzlichen Überbau für Betrieb und Durchsichtigkeit der wirtschaftlichen Strukturen.

Für welche Rechtsform hat sich der Arbeitskreis „Wirtschaft & Recht“ ausgesprochen und was waren die ausschlaggebenden Argumente?

Die Hauptaufgabe des Arbeitskreises Wirtschaft und Recht bestand darin, durch Gegenüberstellung der gängigsten Rechtsformen, die am besten Passende für unseren Bürgerladen zu finden. Einige wie GmbH, GmbH & Co. KG sowie die Gesellschaft bürgerlichen Rechts konnten von vornherein ausgeschlossen werden, weil diese wegen den speziellen Grundprinzipien und Zielsetzung eines Bürgerladens nicht umzusetzen sind. Aus diesem Grund war auch der eingetragene- und der wirtschaftliche Verein als ungeeignet anzusehen.

Übrig blieben Genossenschaft, die Kooperativ- oder Kooperationsgesellschaft und die Unternehmergesellschaft UG & Still (Bürgergemeinschaft).

Nach einer weiteren, intensiven Auseinandersetzung mit diesen genossenschaftlichen Gesellschaftsformen kamen die Mitglieder des Arbeitskreises zu der Auffassung, dass die Rechtsform einer Bürgergemeinschaft (UG & Still) die Geeignetste für unseren Bürgerladen ist. Die Vorteile sind, dass UG-Gesellschafter und die stillen Gesellschafter je eine Stimme haben und die Haftung grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen begrenzt ist. Eine Gründung kann schnell und einfach erfolgen. Auch eine flexible Ausgestaltung der Rechte aller stillen Gesellschafter ist jederzeit möglich.

Und nun sind Sie gefragt!

Sie haben eine oder mehrere Fragen rund um das Projekt „Bürgerladen Pettstadt“?

Dann richten Sie diese an den Arbeitskreis Bürgerladen.

Wir beantworten Ihre Fragen sehr gerne.

Ihre Frage nimmt das Projektemanagement Pettstadt per E-Mail (stintzing(at)cima.de) oder per Einwurf im Briefkasten im Rathaus sehr gerne entgegen. Im Rahmen der nächsten Beiträge im Mitteilungsblatt werden wir auf die von Ihnen gestellten Fragen eingehen!

 

Bleiben Sie gesund.

Ihr Arbeitskreis Bürgerladen

 

 

 

 

 

 

 

Unser Bürgerladen - Bürgerladenprojekt weiterhin auf gutem Kurs

Zu einer weiteren Sitzung haben sich am 21.10. die Arbeitskreise Recht, Standort und Marketing getroffen, um das Projekt Bürgerladen weiter voran zu bringen. Ursprünglich war bei diesem Treffen auch angedacht, noch in diesem Jahr eine Informationsveranstaltung für die Bürger*innen mit einer drei Wochen darauffolgenden Gründungsveranstaltung durchzuführen. Aber wegen der wieder stetig steigenden Coronazahlen wäre es wohl unverantwortlich, eine solche Versammlung derzeit zu veranstalten. Daher wurde einstimmig beschlossen, diese ins kommende Frühjahr zu verlegen.

Trotzdem wird an der Konkretisierung des Bürgerladens weitergearbeitet. Einen enormen Sprung nach vorne hat der Arbeitskreis Standort geschafft. Zurzeit werden einige vielversprechende Immobilien auf ihre Eignung und Finanzierung intensiv geprüft.

Um auch Sie, liebe Bürger*innen, weiterhin auf dem Laufenden zu halten, wollen wir in den nächsten Ausgaben des Mitteilungsblattes mit einer Fragen- und Antwortserie beginnen. Dabei werden die einzelnen Arbeitskreise und Herr Gröll (der unser Projekt betreut) zu den wichtigsten Punkten für die Verwirklichung eines Bürgerladens befragt.

Falls danach noch Informationsbedarf besteht, sollen die Bürger*innen der Gemeinde die Möglichkeit haben, ihre Fragen einzubringen.

In Einem waren sich die drei Arbeitskreise einig: auch wenn uns Corona bereits das zweite Mal ausbremst, ist das Bürgerladenprojekt doch gut vorangeschritten und das Ziel, für Pettstadt damit etwas ganz Besonderes und Wertvolles zu schaffen, ist ein Stück näher gerückt.

Auf dem Weg zum Bürgerladen - Bericht über zweite Arbeitskreissitzung

Am 10.8.20 fand in der Pettstadter Schulturnhalle eine Sitzung der Arbeitskreise Wirtschaft, Marketing und Standort statt, zu der auch einige interessierte Pettstadter*innen erschienen waren. Als Ergebnis vorweg: In der Arbeitskreissitzung wurde beschlossen, im Oktober 2020 eine Informationsveranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Pettstadt durch zu führen. Auf dieser Veranstaltung wird dann konkret über den Stand des Bürgerladenprojekts berichtet. Wichtiger Punkt hierbei ist sicherlich die Rechts-/ bzw. Gesellschaftsform und konkrete Informationen über den Ablauf der Finanzierung des Bürgerladens. Nach dieser Veranstaltung soll dann zeitnah die Durchführung einer Gründungsveranstaltung folgen. Mit den möglichen Rechtsformen beschäftigte sich der Arbeitskreis Wirtschaft in den letzten Monaten sehr intensiv und stellte die einzelnen Formen mit ihren Vor- und Nachteilen genau dar. Das Ergebnis dieser Gegenüberstellungen ist, dass neben den anderen Gesellschaftsformen die Rechtsform der UG & Still (Bürgergemeinschaft) in Bayern am gängigsten ist. Der nächste Schritt dieses Arbeitskreises wird daher die Ausarbeitung eines Gesellschaftervertrages und einer entsprechenden Satzung zu der geplanten Rechtsform sein. Der Arbeitskreis Marketing sieht derzeit seine Hauptaufgabe darin, das Thema Bürgerladen im Bewußtsein der Bürger*innen zu verankern und Visionen zu vermitteln, wie ein künftiger Laden in Pettstadt gestaltet sein könnte. Zu diesem Zwecke wurden bereits einige bestehende Dorfläden in der Region besucht, um sich vor Ort die Konzepte dieser Läden an zu sehen. Die Erkenntnis daraus: selbst kleinere Orte als Pettstadt haben ein Dorfladenkonzept entwickelt und daher müsste dies auch hier gelingen. Der Arbeitskreis Standort informierte über den jetzigen Stand der Raumfrage. Es wurden die im Moment bekannten Standorte vorgestellt und über das Für und Wider der einzelnen Immobilien diskutiert. Als Ergebnis ist festzustellen, dass diese Frage der schwierigste Teil des Bürgerladenprojektes ist; trotzdem kristallisierten sich auch hier Standorte der engeren Wahl heraus, deren Machbarkeit jetzt intensiv durch den Arbeitskreis weiter verfolgt wird. Als Fazit dieser zweiten Arbeitskreissitzung ist festzustellen, dass das Bürgerladenprojekt seit der ersten Informationsveranstaltung am 9. Oktober 2019 gut angelaufen ist. Leider hat die Coronakrise auch hier unseren Zeitplan verzögert; trotzdem nimmt dieses Projekt langsam aber stetig konkrete Formen an. Ein zartes Pflänzchen sozusagen, dass nur mit der Unterstützung aller Bürger*innen wachsen und gedeihen kann.

Der Traum soll wahr werden!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie Sie (hoffentlich) inzwischen mitbekommen haben, wird hinter den Kulissen eifrig an dem Projekt Bürgerladen in Pettstadt gearbeitet. Unter anderem gibt es die Arbeitsgruppe Marketing. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, Erkundigungen bei bestehenden, florierenden Dorfläden einzuholen und das Ergebnis für Pettstadt zusammenzufassen. Wir wollen ja das Rad nicht neu erfinden und andernorts gemachte Fehler von vornherein möglichst vermeiden. Einen kleinen Bericht mit einer Bilderstrecke von unserer Exkursion finden sie in dieser Ausgabe des Mitteilungsblattes auf der farbigen Panoramaseite in der Mitte. Bitte lassen Sie sich inspirieren und in Ihnen Vorfreude wecken auf einen neuen Nahversorgungsladen in unserer „City“.

Die Standortfrage ist noch nicht endgültig geklärt, so dass weitere Hinweise (auf Wunsch vertrauliche Behandlung) zu geeigneten Räumlichkeiten noch hilfreich sind. Wer was weiß: bitte kurze Nachricht an Bürgermeister Jochen Hack oder Annika Eckert.

An den Vorbereitungen beteiligt sind neben dem Bürgermeister, der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat die Projektmanagerin Annika Eckert sowie eine erfreuliche Anzahl engagierter Bürger. Weitere „Kümmerer“, versierte und interessierte Mitdenker sind jederzeit herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich unverbindlich bei Annika Eckert im Rathaus.

Ihr Arbeitskreis Bürgerladen, AG Marketing

 Einladung zur Arbeitskreissitzung „Bürgerladen Pettstadt“

 Am 10. August 2020 findet die nächste Arbeitskreissitzung „Bürgerladen Pettstadt“ statt.

 Hiermit ergeht herzliche Einladung zur

Arbeitskreissitzung „Bürgerladen Pettstadt“

am Montag, den 10, August 2020 um 17.00 Uhr

Herzlich eingeladen sind alle interessierten Bürger, die sich im Dorfladenprojekt einbringen möchten.

Die Sitzung wird unter Einhaltung der Hygienevorschriften (Abstandsregeln etc.) abgehalten. Um die Räumlichkeiten entsprechend vorzubereiten, bitten wir Sie daher um Anmeldung bis zum 5. August 2020, ob Sie an der Sitzung teilnehmen werden. Ihre Anmeldung nimmt das Projektmanagement (Annika Eckert) gerne per E-Mail (eckert(at)cima.de), Telefon 09502 4906-25 oder auch persönlich zu den Öffnungszeiten des Büros des Projektmanagements im Rathaus entgegen.

 Ihr Arbeitskreis Bürgerladen

 

 

Ergebnis der Bürgerbefragung

Pettstadter wollen am Ort einkaufen

Bei der Bürgerbefragung im Dezember 2019 galt es herauszufinden, ob Pettstadt einen neuen Bürgerladen haben will und wie er beschaffen sein sollte, um der Nahversorgung gerecht zu werden. Nach einer „Zwangspause“ wegen Covid-19 - die Arbeitsgruppen Wirtschaft, Standort und Marketing konnten nicht tagen – soll nun über die Ergebnisse der Befragung informiert werden.

 

Größter Wunsch: zu Fuß erreichbar

Die Beteiligung (Rücklaufquote) entsprach dem Durchschnitt anderer vergleichbarer Umfragen zu Dorfläden in Bayern.Die Idee, dass es in Pettstadt wieder einen Einkaufsladen gibt und dadurch die Versorgungssituation vor Ort verbessert wird, befürworten 95,7 % der Teilnehmer, obwohl 78,7 % angeben, keine Schwierigkeiten bei der Erledigung ihrer Lebensmitteleinkäufe zu haben. Am Wohnort gerne einkaufen würden 91,3%. Besonders wichtig ist den Pettstadtern dabei, dass der Laden gut zu Fuß erreichbar ist (57,4%). Über 80 % aller Befragten würden mindestens ein- bis zweimal pro Woche in dem Laden einkaufen. Öffnungszeiten: vormittags würden 46,9% gerne ihren Einkauf erledigen; mittags 21,7 % und nachmittags 48,8%. In der Früh vor 8 Uhr sind es 6,2%, nach 18 Uhr 7,4%.

 

Gern regionale Ware, Bio, unverpackt und preiswert

Zum Sortiment, das der Laden führen sollte: 67,8% ist es wichtig, dass sie darin regionale Produkte einkaufen können; 28,7% wünschen sich, dass der Laden auch Bioprodukte führt. Sehr wichtig ist 52,7% die Preisgestaltung, die dem gegen üblichen Rahmen angepasst sein sollte. 46,1% würden auch verpackungsfreie-/arme Waren erwerben.

Ebenfalls machte die Umfrage auch deutlich, dass Bedarf an Dienstleistungsangeboten neben der reinen Einkaufsmöglichkeit vorhanden ist: Gern gesehen wäre mit 32,9% eine Rezeptannahmestelle, gefolgt von der Reinigungsannahme mit 14,3%. Einen Bringservice (Kunde kauft vor Ort ein und der Laden liefert das dann nach Hause) wären für 12,8% wichtig; ein telefonischer Lieferservice für 11,2%. Gut ein Drittel der Befragten würde sich zusätzlich einen Treffpunkt mit Sitzgelegenheit wünschen.

Zusammenfassend: Gewünscht wird ein Laden mit guter Erreichbarkeit, der durch zusätzliche Angebote von Dienstleistungen über einen reinen Nahversorger hinaus geht. Neben einem Grundsortiment, das preislich passen soll, wird v.a. der Wunsch nach regionalen Produkten geäußert. Hier bietet sich die Chance, dass Erzeuger im Umland ihre Produkte anbieten können und somit auch ein weiteres Standbein hätten. Gerade durch die Angebote der regionalen Lieferanten bzw. den Bezug von offenen Waren durch diese ließe sich der Wunsch nach einem verpackungsfreien/-armen Einkauf realisieren.

Natürlich kann ein solcher Laden schon wegen seiner Flächengröße nie mit der Sortimentstiefe großer Supermärkte (und will es auch nicht) mithalten, sondern immer nur ein begrenztes Breitensortiment führen, das sich eng an dem Bedarf der Haushalte vor Ort orientiert. Auch kann ein Bürgerladen stark damit punkten, dass er als Treffpunkt der Bürgergemeinschaft dient und somit auch eine soziale Funktion wahrnimmt.

 

Gemeinschaftsprojekt und Beteiligungsmöglichkeit

Dies alles erfordert viel Eigeninitiative vor Ort und ein solches Projekt lässt sich auch nicht über Nacht aus dem Boden stampfen. Ein Beginn dafür wurde jedoch gemacht und jeder hat auch die Möglichkeit, in den Arbeitsgruppen Wirtschaft, Standort oder Marketing noch mitzumachen bzw. sich auch bei den nächsten Sitzungen erst mal unverbindlich zu informieren. Bei Interesse, in einem der Arbeitskreise mitzuarbeiten, steht Ihnen das Projektmanagement Pettstadt gerne zur Verfügung.

 

Ihre Arbeitskreis Bürgerladen Pettstadt



Erste Arbeitskreissitzungen

Mit frischer Energie hat das Jahr begonnen und das gemeinsame Projekt „Bürgerladen Pettstadt“ ist weiter vorangeschritten. So haben im Januar zwei Arbeitskreissitzungen zu den Themen „Standortplanung“ und „Wirtschaft und Recht“ stattgefunden.

Im Rahmen der Sitzungen stellte Herr Gröll die zentralen Ergebnisse der im Dezember 2019 durchgeführten Bürgerbefragung zum Einkaufsverhalten in Pettstadt vor. Die Rücklaufquote war hoch und die positiven Ergebnisse zeigen, dass die Akzeptanz der Errichtung eines Bürgerladens in der Bevölkerung deutlich gegeben ist. Auf Grundlage der Umfrageergebnisse besteht laut Herrn Gröll eine gute Ausgangssituation das Projekt „Bürgerladen Pettstadt“ zu realisieren, was die Motivation des Arbeitskreises nochmals steigerte.

Der Arbeitskreis „Standortplanung“ diskutierte im Anschluss mögliche Standorte und sammelte Standortvorschläge. Als nächsten Schritt wird die Verfügbarkeit der vorgeschlagenen Standorte mit den Eigentümern geklärt. Der Arbeitskreis „Wirtschaft und Recht“ beschäftigte sich mit einer möglichen Rechtsform des Bürgerladens.

Die Arbeitskreise bleiben weiterhin fleißig, um Ihnen in einer Bürgerinformationsveranstaltung im Frühjahr die Ergebnisse der Befragung sowie den Projektstand vorzustellen.

„Auftakt: Informationsveranstaltung“

Seit Frühjahr 2019 beschäftigen sich der Gemeinderat und die ISEK-Lenkungsgruppe mit der Thematik eines Bürger- bzw. Dorfladens in Pettstadt. Im Rahmen einer Klausurtagung im März 2019 hat man sich gemeinsam mit dem Fachberater für Bürger- und Dorfläden in Bayern, Herrn Wolfgang Gröll, ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt und für die Weiterverfolgung der Thematik ausgesprochen.

Generelles Ziel der Ansiedlung eines Lebensmittel-Kleinkonzeptes ist es die örtliche Infrastruktur zu stärken und die Nahversorgung auszubauen. Für die Realisierung eines Dorfladens soll vorzugsweise ein bestehender Leerstand genutzt und reaktiviert werden.

Nach der Befürwortung des Gemeinderats und der ISEK-Lenkungsgruppe das Projekt „Bürgerladen Pettstadt“ weiterzuverfolgen möchten wir nun alle Bürgerinnen und Bürgern in das Projekt involvieren und die Thematik vorstellen.