Der Pettstadter Schmied

Des mach ich, wie ich mooch!"

Um die Jahrhundertwende soll einmal der in Pettstadt ansässige Schmiedemeister Sebastian Schubert der Aufforderung einer Gendarmeriestreife (zu vorgerückter Stunde das Wirtshaus zu verlassen) nicht nachgekommen sein, sondern stattdessen geantwortet haben:

Des mach ich, wie ich mooch!"

Vor dem Königlich Bayerischen Amtsgericht zu Bamberg fand er einen gnädigen Richter: Der Jurist konnte kein beleidigendes oder auflehnendes Verhalten erkennen und sprach den Angeklagten frei.

Daraus entwickelte sich mit der Zeit ein geflügeltes Wort, und seither hört man - zumindest in Oberfranken - immer dann, wenn es darum geht, dass jemand so entscheiden oder handeln solle, wie er es für richtig hält:

"Mach's wie der Pettstadter Schmied".

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